Kunde: | StadtPalais – Museum für Stuttgart |
Projekt: | Ausstellungsgestaltung, Printprodukte |
Jahr: | 2024-2025 |
Services: | Design |
Design: | Ralph Schoenenberger |
Sonderausstellung Stadt der Könige
20.09.2024 bis 02.02.2025
KI-Bildwelten von Laut und Schoen
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz ließen wir die 25 Objekte der Ausstellung in raumhohen Bildwelten auf eindrucksvolle Weise zum Leben erwachen. Hierfür nutzten wir die Programme Midjourney, Adobe Photoshop und Topaz Photo AI, um ein einzigartiges visuelles Erlebnis zu schaffen. Unser Ziel war es, die historischen Exponate nicht nur zu präsentieren, sondern ihnen eine neue, lebendige Dimension zu verleihen, die Besucherinnen und Besucher in die Welt der württembergischen Geschichte eintauchen lässt.
Ausgangspunkt für unsere Arbeit waren historische Zeichnungen, Stiche und Grafiken, die wir sorgfältig analysierten und als Grundlage verwendeten. Mit Midjourney erschufen wir zunächst beeindruckende KI-generierte Bildentwürfe, die die Atmosphäre und den Geist der jeweiligen Epoche einfingen. Anschließend verfeinerten wir diese Entwürfe mit Adobe Photoshop, wo wir Details optimierten, Farben anpassten und die Szenen mit zusätzlichen Elementen ergänzten, um eine noch realistischere und immersivere Wirkung zu erzielen. Den letzten Schliff erhielten die Visualisierungen durch Topaz Photo AI, das uns ermöglichte, die Bildqualität auf ein außergewöhnlich hohes Niveau zu heben – gestochen scharf und mit einer Tiefe, die die Objekte nahezu greifbar erscheinen ließ.
So entstanden raumhohe Bildwelten, die die 25 Exponate in einem völlig neuen Licht präsentierten. Jedes Objekt erhielt seine eigene visuelle Geschichte, die nicht nur dessen historische Bedeutung unterstrich, sondern auch eine emotionale Verbindung zu den Besuchern herstellte. Von den goldenen Pferden der Sattlerzunft bis hin zum Aschenbecher aus dem Hoftheater – unsere Visualisierungen verliehen den Stücken eine Dynamik und Präsenz, die die Vergangenheit Stuttgarts greifbar machte und die Fantasie der Betrachter beflügelte.

Infos zum Hintergrund der Ausstellung
Stuttgart – Stadt der Könige (1718-1918)
Die große Sonderausstellung „Stuttgart – Stadt der Könige (1718-1918)“ im StadtPalais – Museum für Stuttgart nahm vom 20. September bis 2. Februar 2025 die Geschichte Stuttgarts von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Novemberrevolution 1918 in den Blick, die eng mit dem Aufstieg der württembergischen Herrschaft von Herzögen über Kurfürsten bis hin zum König verknüpft war.
25 Objekte aus Stuttgarts Stadtgeschichte – zum ersten Mal aus der bisher wenig gezeigten Sammlung des StadtPalais – standen im Mittelpunkt und wurden in großen Raumbildern inszeniert und dabei in einer spannenden Audiospur erläutert und ergänzend mit einer Textspur erklärt.

25 Objekte erzählten Geschichte
Ausgewählte 25 Objekte nahmen das Verhältnis der württembergischen Herrscher zu ihren Bürgern und umgekehrt auf jeweils eigene Art und Weise in den Blick. Ein Aschenbecher aus den Trümmern des abgebrannten Hoftheaters erzählte von der Bedeutung König Wilhelms II. als Kulturförderer für Stuttgart. Die Fahne der Stadtgarde erinnerte unter anderem daran, dass die Stuttgarter Bürgerschaft Kurfürst Friedrich nicht über den Weg traute und die Stadtgarde einen Aufstand verhindern musste.
Ein goldenes Pferd der Stuttgarter Sattlerzunft erinnerte an den Zug der Württemberger anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums König Wilhelms I. Und ein Stuhl aus der Villa von Karl Gustav Siegle verwies auf das zunehmende Wechselspiel zwischen König Karl und dem immer bedeutender werdenden Bürgertum.

Vom absolutistischen Staat hin zum Verfassungsstaat
Mit diesen 25 zentralen Objekten erzählte die Ausstellung die Geschichte der Stadt Stuttgart unter den württembergischen Herzögen und Königen in der Transformation vom absolutistischen Staat hin zum Verfassungsstaat. Die Ausstellung beobachtete, wie die Stuttgarter Bürgerschaft an Selbstvertrauen und Machtanspruch gewann und autoritäre Obrigkeiten in Frage stellte, aber zugleich auch die Nähe zum Herrscherhaus suchte, wirtschaftlich vom Hof profitierte und ihre gesellschaftliche Stellung vom König und den Prinzipien des Standes abhängig machte.
Dabei schloss die Sonderausstellung „Stuttgart – Stadt der Könige“ bewusst an die Erzählung der Dauerausstellung „Stuttgarter Stadtgeschichten“ an, die sich ihrerseits vor allem auf die Formierung des Bürgertums konzentrierte. Die Sonderausstellung nahm nun die Beziehung zwischen Stadt, Bürgern und ihren Königen in Ergänzung zur Dauerausstellung in den Blick.